„Wer schön sein will, muss nicht leiden lassen“
Emmerich, 28.01.2008 (profact) – Ein lächelnder Hase mit schützender Hand – das ist das Markenzeichen des „Internationalen Herstellerverbandes gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V.“ (IHTK). Für Esther Tol, Unternehmerin aus dem niederrheinischen Emmerich und Namensgeberin der eigenen Kosmetiklinie, steckt hinter dem Emblem die persönliche Lebensphilosophie: „Ich kann nicht akzeptieren, dass für menschliche Schönheit Tiere leiden müssen“, sagt die gebürtige Niederländerin und verweist nicht ohne Stolz auf ihre Produktpalette. Die Verpackungen der rund 80 verschiedenen Cremes, Lotionen, Shampoos und Badezusätze ziert der lächelnde Hase. Und das bedeutet: Für keines der Mittel musste sich ein Labortier schmerzhaften Torturen unterziehen lassen. „Es geht auch ohne“, versichert Esther Tol. „Nämlich dann, wenn einerseits natürliche Grundsubstanzen verwendet werden und man andererseits nur seit Jahrzehnten bewährte Farb- und Konservierungsstoffe verwendet.“

Natürliche Grundsubstanzen
Zu den wichtigsten Rohstoffen gehören nach Angabe der Geschäftsführerin beispielsweise Henna, Argan-Öl aus biologischem Anbau oder das Salz des Toten Meeres. „Diese Substanzen sind ausgesprochen hautfreundlich und rufen so gut wie nie Allergien hervor.“ Esther Tol lässt sich aber nicht auf die Schiene der reinen Naturkosmetik-Hersteller schieben. „Da gibt es beispielsweise den aus Cochenille-Läusen gewonnen roten Farbstoff, der in der Naturkosmetik vor allem bei Lippenstiften anzutreffen ist. Was viele Verbraucher nicht wissen: Für diesen Farbstoff werden Läuse von Kakteen gesammelt und lebendig zerquetscht. Für uns wäre dies nicht akzeptabel.“ Die Unternehmerin sieht sich vielmehr als Vertreterin einer neuen Generation von Kosmetik-Herstellern – modern, flexibel, aber auch natur- und umweltbewusst, ohne belehrenden Zeigefinger. „Wir setzen auf den informierten Verbraucher“, sagt Esther Tol. „Einen Verbraucher, der zeitgemäße Pflegeprodukte sucht und gleichzeitig bereit ist, Verantwortung für die Tierwelt zu übernehmen.“

Ausgefeilte Logistik

Der Spagat zwischen ethischem Anspruch und wirtschaftlichem Zwang gelingt dem Unternehmen vom Niederrhein erstaunlich gut. „Trotz der relativ hohen Einkaufspreise für die natürlichen Grundsubstanzen sind unsere Produkte vom Preis her in der Mittelklasse angesiedelt“, erzählt die Unternehmerin. Möglich werde dies unter anderem durch die räumliche Nähe von Labor, Fertigung und Lager und den im Verhältnis zu Großkonzernen kleinen Produktionsmengen. „Unsere Logistik ist so aufgebaut, dass wir nur das produzieren, was auch kurzfristig nachgefragt ist. Zu unseren Kunden zählen Kosmetik-Institute, Apotheken und Drogerien, aber auch Endverbraucher, die wir über unseren Online-Shop ansprechen. Wir benötigen keine langen Handelsketten und teure Vertriebsorganisationen. Das senkt die Kosten und ermöglicht akzeptable Preise bei optimaler Qualität. Und vollkommen ohne schreckliche Tierversuche.“
Web-Adresse: www.tol-cosmetik.de