Foto: animalmundi Praktikum Pferd

Wenn Tierliebe zur Berufung wird: Tierpsychologen liegen im Trend

Egestorf, 13.04.2007: Die neuen Ausbildungsgänge Tierpsychologie, -ethologie und -homöopathie stehen bei Tierfreunden noch im Kurs und empfehlen sich als berufliche Alternative zu klassischen Tierberufen.

Das kann auch den sanftmütigsten Tierhalter zur Verzweiflung treiben: Der Hund verteidigt knurrend Bett und Sofa als selbst erkorenen Schlafplatz, das sonst so brave Pferd will partout nicht auf den Hänger, und die Katze verrichtet ihr Geschäft statt auf dem dafür vorgesehenen Katzenklo beharrlich auf der Fußmatte - sehr zum Verdruss von Herrchen oder Frauchen, die an den hartnäckigen Unarten ihrer vierbeinigen Lieblinge mit jeglichen Erziehungsversuchen scheitern.

Dann kann meist ein professioneller Coach helfen, der sich mit den Wirren der Mensch-Tier-Beziehungen bestens auskennt. "Das unerwünschte Verhalten von Haustieren steht fast immer im engen Bezug zum Verhalten der Besitzer", weiß Peter Mohr von der Tierschule animalmundi in Egestorf bei Hamburg "Oft sind es Kleinigkeiten, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen, aber genau diese nimmt man als Beteiligter selten wahr." Rein Verhaltenstherapeutische Methoden wie das Klickertraining haben ihre Schwächen. So kann man ein Tier mit einem hohen Aggressionspotenzial durch bestimmte Reize (Klicks) in bestimmten Situationen gezielt konditionieren, um das aggressive Verhalten zu unterbinden. Entsteht jedoch eine Situation, in der dieser Reiz ausbleibt oder andere stärkere Reize hinzukommen, ist das Aggressionspotenzial wieder frei und unter Umständen nicht kontrollierbar. "Nur ein ausgebildeter Tierpsychologe ist in der Lage", so Mohr, "das Verhalten des Tieres richtig zu deuten, die Ursachen zu erkennen und den Tierhalter mit seinem Tier als Team auf den richtigen Weg zu bringen". Das Zusammenwirken von Tierhomöpathie und Tierpsychologie bietet sich besonders dann an, wenn körperliche Leiden und Verhaltensauffälligkeiten gemeinsam auftreten.

Immer öfter suchen deshalb Tierliebhaber bei der Erziehung ihrer Schützlinge fachkundigen Rat oder nutzen das einschlägige Seminarangebot von Tierschulen wie animalmundi, um den richtigen Umgang mit den Vierbeinern zu erlernen. Ausbildungsgänge wie Tierpsychologie, -ethologie und -homöopathie stehen dabei hoch im Kurs. Grundlage aller Lehrgänge ist die systemische Denkweise, die den Menschen, sein Tier und seine komplette Umwelt in das Training mit einbezieht und die Zusammenhänge und Verflechtungen analysiert.

Wer gern intensiv und dauerhaft mit Tieren arbeitet, macht seine Passion gleich zum Beruf. Ein ausgebildeter Tierhomöopath verfügt nach dreijährigem Studium und einem Praxisjahr über alle erforderlichen therapeutischen und medizinischen Qualifikationen für eine erfolgreiche Existenzgründung. Die Ausbildung erfolgt nach den hohen Anforderungen des Berufsverbandes klassischer Tierhomöopathen Deutschlands (BKHD) und orientiert sich an den internationalen Standards für die Ausbildung zum Homöopathen des ECCH und ICCH (European/international Council for classical homeopathy). Ausführliche Informationen zu Lehrgängen und Berufsbildern finden Interessierte unter www.animalmundi.de im Internet.