www.zooplus.de - Mein Haustiershop

Es ist nachts, eigentlich wollten Sie ja nun endlich schlafen gehen da
morgen ein anstrengender Arbeitstag vor der Türe steht. Ein ängstlicher
Blick zum Wecker sagt Ihnen "nur noch 5 Stunden und dann ist die Nacht
vorbei". Bevor Sie sich aber richtig in Ihre Kissen gekuschelt haben und die
Augen schließen können hören Sie eigenartige Schreie? Ist das ein Kind,
welches so erbärmlich schreit? Sind es ausländische Mitbewohner, die sich in
ihrer - Ihnen unbekannten - Muttersprache streiten? Auf jeden Fall ist es
aggressiv und laut, somit ist an Schlaf nicht mehr zu denken.

Die Schreie werden immer lauter und wenn Sie jemand sind, der nicht an der
Not anderer vorbeisieht, dann stehen Sie vielleicht auf und versuchen durch
das Fenster zu sehen, was der Ursprung dieses Geschreis ist. Vielleicht
gehören Sie sogar zu den wenigen Menschen, die den Mut und die Courage
besitzen ins Freie zu gehen um sich selbst zu überzeugen, was da geschieht.

Und nun könnte sein, dass Ihnen ein paar heulende Kater begegnen, die ihrer
Brautwerbung oder ihren Katerkämpfen nachgehen. Sie schreien ebenso laut und
oftmals ebenso wehmütig wie Menschen. Sie gehören zu der armen Rubrik
"unkastrierter Kater" deren Besitzer nicht die Folgen überdenken. Es ist so
einfach zu sagen "Ach er ist ja ein Kater und bringt keine Katzenbabies nach
Hause". Aber er produziert diese als potententer Kater - und nicht wenige.

Rechnen wir doch einmal:
Eine Trächtigkeit dauert zwischen 52 und 65 Tagen, eine Katzenmutter kann in
einem Jahr drei Würfe auf die Welt bringen mit beispielsweise 12 Tieren. Im
nächsten Jahr ergeben diese 12 Tiere mit Ihren Würfen möglicherweise 144
Katzen (wir sprechen nur vom zweiten Jahr). Im dritten Jahr werden dann aus
den beispielhaften 144 Katzen 1.728 Tiere. Bereits im vierten Jahr bringt
uns dieser beispielhafte Rechnungsweg auf 20.736 Tiere.

Eines dieser Tiere dürfte Devil sein, der in meinem Ort schon die Straßen
unsicher machte als ich noch in der Großstadt wohlbehütet lebte und nicht
wusste dass solches Leid - außer im TV - wirklich zu finden ist. Auf der
Suche nach Futter fällt es ihm nicht immer leicht fündig zu werden, da die
Kämpfe mit seinen Argenossen Spuren hinterlassen haben. Ja, ihn vielleicht
sogar zeitweise unfähig gemacht haben zu laufen, zu springen oder seine
Beute zu erlegen. Durch die unkontrollierte Vermehrung der Streunerkatzen,
und die daraus resultierende Überpopulation senkt sich die Lebensqualität
von Devil und seinesgleichen also erheblich. Sollte er wieder gesund werden,
was nur bei einigen glücklichen und mit gutem Imunsystem ausgestatteten
Streunern der Fall ist, so droht nun die nächste Gefahr: Seine Hormone
wollen abgebaut werden, er ist auf der Suche nach der passenden Katzenbraut.
Dabei ignoriert er Autos und Landwirtschaftsfahrzeuge - ihm sind die
kilometerlangen Strecken egal, die er hinter sich legen muss um eine
Katzenlady zu beglücken.

Und alles das nur weil "er ja ein Kater ist und keine Katzenbabies nach
Hause bringt".

Es ist dringend notwendig Katzen und Kater zu kastrieren! Je früher, desto
besser für das Tier (sowie die schlafende, arbeitende Bevölkerung). Das gilt
auch für Nutztiere, die nur dann erfahrene Mäusjäger werden können wenn sie
nicht abgelenkt sind durch Rivalitätskämpfe und Brautwerbung oder bei Katzen
durch Mutterschaft und Säugezeit. Durch eine Kastration reduziert sich die
Gefahr für die Tiere sich eine ansteckende Krankheit wie FIP beim
Deckungsakt zu holen. Bekanntlich werden bei Katerkämpfen oder dem
Deckungsakt, wo sich Katzen ja bekanntlich beißen, die meisten ansteckenden
Krankheiten übertragen.

Durch umsichtige Handlungsweise und Kastration ersparen
verantwortungsbewußte Katzenbesitzer ihren Tieren, sich selber und der
Gesundheit ganzer Orte oder Gemeinden viele Probleme!

Auf www.katzenkratzbrett.de können Sie nachlesen, welche Tiere ich betreue,
kastrieren lassen oder vermittelt habe, deren schlimme gesundheitliche Situation
sowie allerlei interessantes über Katzen und Menschen.