Foto: djd/Deutsche Wildtier Stiftungenannt) Die niedlichen Feldhasen stehen zwar noch auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, ihr Bestand erholt sich aber langsam

(djd/pt). Bunte Blüten und fröhliches Vogelgezwitscher gehören zu den ersten Frühlingsboten. Aber auch das muntere Liebesspiel der Feldhasen kündigt die grüne Jahreszeit an. Während der Paarungszeit versammeln sich Häsinnen und Rammler auf traditionellen Plätzen. Dabei kann es zu heftigen Kämpfen kommen, wobei die körperlich überlegene Häsin das Männchen vor sich her treibt. So testet sie den künftigen Gatten auf dessen Ausdauer. Die Weibchen paaren sich mit mehreren Rammlern, so dass die Jungtiere eines Wurfs häufig unterschiedliche Väter haben. Mit dieser Vaterschafts-List sorgen die Hasen für "frisches" Erbgut - die Inzucht in den kleinen isolierten Population wird vermieden.

Die Mütter legen ihre Nachkommen in Bodenmulden ab, wo sie sie einmal am Tag mit einer fettreichen Milch säugen. In der übrigen Zeit kauern die Jungen regungslos in den so genannten Sassen, um nicht die Aufmerksamkeit von Fressfeinden, wie dem Fuchs auf sich zu lenken. Leider fallen durch dieses Verhalten viele Jungtiere den Mähmaschinen zum Opfer, die in Folge intensiver Agrarwirtschaft schon sehr früh im Jahr das erste Mal Mähen. Die Deutsche Wildtier Stiftung (www.deutschewildtierstiftung.de) bemüht sich deshalb um den Erhalt von Brachflächen, grünen Feldstreifen und schafft Äsungsflächen. Auf diese Weise ist die Zahl der Feldhasen vielerorts wieder angestiegen.